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Jukic verzichtet auf WM-Titel PDF Drucken E-Mail
medianet.at, Dezember 2010

Kampagne Österreichs Jugend ist international Weltmeister, was Raucheranteil betrifft – Sporthilfe startet mit Partnern Nichtraucher-Initiative. Gesundheits- und Unterrichtsministerium sowie Pharmaverband Pharmig unterstützen Kampagne
Pharmig-Geschäftsführer Robin Rumler findet Rauchen in keiner Weise „cool“.

Wien. In keinem anderen Land ist der Anteil der Rauchenden unter den 15-Jährigen höher als in Österreich: 30% der Mädchen und 24% der Buben in Österreich (im OECD-Schnitt 17% bzw. 16%) greifen regelmäßig zur Zigarette. Das ist im Schnitt jeder vierte 15-Jährige. Gemeinsam mit dem Gesundheits-, dem Unterrichtsministerium sowie dem Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig) setzt die Österreichische Sporthilfe dieser Entwicklung die Initiative „Sag Nein!“ entgegen. Als Galionsfiguren fungieren bekannte Sportler wie Mirna Jukic (Schwimmerin) und Gregor Schlierenzauer (Skispringen). „Auf diesen WM-Titel verzichten wir!“ lautet die Hauptaussage im Bezug auf den vergleichsweise hohen Anteil der jugendlichen Raucher hierzulande.

Pharmig-Geschäftsführer Robin Rumler ergänzt: „Rauchen gefährdet die Gesundheit und ist in keiner Weise ‚cool‘. Das haben leider nicht alle Jugendliche in Österreich verstanden! Die Pharmaindustrie erforscht und entwickelt nicht nur hochqualitative Medikamente zur Verbesserung der Lebensqualität und Lebenserwartung, sondern möchte mit der Unterstützung der Aktion vor allem die Jugend vor Spätfolgen des Rauchens bewahren.“ Die Pharmig und ihre Mitgliedsbetriebe bringen in das Projekt finanzielle Beiträge sowie fachliche Kompetenz ein, etwa mit Zugang zu aktuellen Studien über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens.

Bis Mitte November konnten sich Schulklassen anmelden, um an einem Wettbewerb zur Entwicklung einer Nichtraucher-Kampagne teilzunehmen. Anfang Dezember wurden nun die Toolkits mit allen wichtigen Informationen an die Schulen verschickt. Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Aufklärung über die Folgen des aktiven und ebenso passiven Rauchens auf die Gesundheit. Rauchen sei der wichtigste Grund für vermeidbare Todesfälle in Österreich. Das im Tabak enthaltene Nikotin macht süchtig – der Griff zur Zigarette hat also immer weniger mit Genuss zu tun.
Das Wiener Institut für Sozial- und Gesundheitspsychologie (ISG) beteiligte sich am aktuellen europäischen Forschungsprojekt „Access“ zum Thema Rauchen. Darin zeigt sich, dass Jugendliche, die mehr als eine Zigarette zum Kosten probieren, im Schnitt nach drei Monaten über das Aufhören nachdenken. Für diesen Schritt fehlt es dann aber laut ISG an Unterstützung. Ab dem nächsten Frühjahr sollen mit der neu gegründeteen „Initiative für eine rauchfreie Jugend“ (www.rauchfreiejugend.at) entsprechende Akzente gesetzt werden.

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