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Integration
März 2012: ISG-Geschäftsführer Dr. Bohrn Mena hält Vortrag zur "2. Generation von Latinos in Wien" PDF Drucken E-Mail
Wien, März 2012

Von 5. bis 9. März veranstaltet der Dachverband Lateinamerikanischer Vereine in Österreich gemeinsam mit der Stadt Wien eine "Woche der Latinos". Im Rahmen mehrerer Vorträge und Podiumsdiskussionen werden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von ÖsterreicherInnen mit lateinamerikanischen Wurzeln erörtert. Dabei sollen auch spezifische Themen angesprochen werden, mit denen sich Latinos und MigrantInnen im Allgemeinen konfrontiert sehen. Der Geschäftsführer des Instituts für Sozial- und Gesundheitspsychologie und Integrationsforscher Dr. Sebastian Bohrn Mena wird im Anschluss an die Abschlussrede der Wiener Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger am 9. März ein Impulsreferat zur spezifischen Situation der 2. Generation von Latinos in Wien halten.

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Integration von Migranten PDF Drucken E-Mail
APA, November 2010

Wien (OTS) - Die heutige Präsentation von Erkenntnissen aus der Forschungsarbeit von WKO und IV zeigen deutlich: solide Forschungsarbeit sollte die Grundlage von Maßnahmen im Integrationsbereich sein. "Erst wenn man versteht was in den Menschen vorgeht, kann man ihnen dabei helfen sich zu integrieren. Gleichzeitig muss man sich aber auch ansehen woher die Ängste Seitens der Aufnahmegesellschaft kommen und wie man diese abbauen kann - ohne sie zu verharmlosen oder zu negieren", so Mag. Dr. Aida Bohrn, Präsidentin des gemeinnützigen Vereins EUMIG - Europäisches Zentrum für Migrations- und Integrationsforschung, heute. 

MigrantInnen selbst zu Gestaltern machen
Daher müssen hinkünftig auch Vereine aus den Communities selbst eine größere Rolle bei der Umsetzung von Projekten und der Gestaltung von Initiativen spielen. "Wer ewig in der Rolle des Empfangenden bleibt, kann sich nicht weiterentwickeln. Migration ist zumeist ein soziales, kein kulturelles Problem", kommentiert Dr. Aida Bohrn die jüngste Debatte um die Integrationswilligkeit- und Fähigkeit von Migranten in Österreich. Ein österreichisches Integrationskonzept kann nur nachhaltig sein, wenn man die kulturelle Vielfalt der ZuwanderInnen in Österreich berücksichtigt. "Man muss die unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Lebensgeschichten der MigrantInnen berücksichtigen ohne sich vor ihnen zu fürchten: und das enorme Potential der Menschen als ein persönliches und gesellschaftliches Vermögen erkennen", so Dr. Aida Bohrn.

Bundesweite Vernetzungsstelle wäre hilfreich
Die Einrichtung einer zentralen Ansprechperson auf Bundesebene, sei es in Form einer staatlichen Stelle wie in der Schweiz oder einer Regierungsbeauftragten wie in Deutschland, würde die Forschungs- und Praxisarbeit im Integrationsbereich positiv beeinflussen. "Es geht um Vernetzung und Austausch. Unzählige private Vereine und Initiativen von MigrantInnen für MigrantInnen, von Freiwilligen und Überzeugten, leisten jeden Tag wichtige Arbeit in Österreich. Die Nutzung von Synergien und die Bündelung von Ressourcen würden ihre Bemühungen entscheidend unterstützen. Es wäre auch in Hinblick auf das europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 ein starkes und notwendiges Signal der Politik", so Bohrn abschließend.
 
Zur Person
Mag. Dr. Aida Bohrn wurde 1954 in Vicuna, Chile, geboren. Sie flüchtete nach dem Militärputsch 1975 mit ihrer Familie nach Österreich. Die promovierte Psychologin und Psychotherapeutin engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Migrationsbereich. Sie ist Vizepräsidentin der Weltorganisation der Exil-Chilenen und Mitglied des Dachverbands der Lateinamerikanischen Vereine in Österreich. Für ihre gesellschaftliche Tätigkeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den MiA-Award 2009 und das Bundes-Ehrenzeichen der Republik Österreich sowie den Life goes on-Award 2010. Mit dem neu gegründeten gemeinnützigen Verein EUMIG, dessen Präsidentin sie ist, möchte sie einen Impuls im Bereich der Integrationsforschung und der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Migranten-Communities in Österreich und Europa setzen.

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